Mütter dieser Welt vereinigt Euch!

Für mich gibt es nicht schöneres als Mutter zu sein. Ich liebe meine Kinder überalles und bin gerne Mama.

Es gibt allerdings eine Sache die mich an meinem Mutter-Dasein wirklich stört. Naja. Es stört mich nicht nur, es kotzt mich an und macht mich irgendwie traurig!!!!

Ich erkläre Ihnen worum es geht: S O L I D A R I T ÄT = (abgeleitet vom lateinischen solidus für gediegenecht oder fest; Adjektiv: solidarisch)bezeichnet eine, zumeist in einem ethisch-politischem Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit – und Unterstützung von – Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer. Sie drückt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz für gemeinsame Werte aus ) Quelle:wikipedia

 

Für viele Mütter ganz offensichtlich ein Fremdwort!!!!


Vor wenigen Wochen ging ich mit meinen beiden Söhnen einkaufen. Wir mussten noch einige Dinge für unseren Krankenhausaufenthalt besorgen und so fuhren wir in eine bekannte Drogeriekette mit zwei Buchstaben. Damit ich den Großen in den Wagen setzen konnte packte ich das Baby ins Tragetuch. So gingen wir drei also einkaufen.

Da ich es mir offen halten wollte, dass eine Oma dem Baby mal ein Fläschen gibt kauften wir eine Packung Babynahrung.

Als wir unsere Einkäufe aufs Band legten sprach mich eine Mutter an die hinter mir stand:

„Mhhh Sie wissen schon, dass stillen das beste für Ihr Kind ist?“

Ooooookay!

Eine fremde Frau scannt also meine Einkäufe und gibt dann auch noch ungefragt ihren Senf ab.

Ich drehte mich um und offensichtlich bemerkte die Dame erst dann das Baby in der Trage.

„Da tragen Sie schon, aber stillen nicht?“

„Ist für den Notfall“ antwortete ich kurz und drehte mich sichtlich genervt wieder meinen Einkäufen zu. (Der Zusammenhang zwischen tragen und stillen ist mir allerdings bis heute nicht wirklich klar.....!)

„Das sagen se ja alle un' dann wunnern se sich wenn die Kinner später Probleme bekommen“

Whhhoooooo!!!!


Selten zuvor war ich so dankbar das die Kassiererin mich nach meiner Punktekarte fragte und wie ich denn bitte zahlen möchte.


Mich hat dieses Gespräch tagelang beschäftigt und tut es immer noch!


Warum? Warum machen Mütter so etwas?????


Haben wir nicht alle schon genug um die Ohren? Und müssen wir uns nicht alle schon oft genug rechtfertigen? Fühlen wir uns nicht alle schon oft genug Missverstanden?

Vom eigenen Ehemann, dem Arbeitgeber, dem Chef oder der Schwiegermutter??


Wie kann es denn bitte sein, dass unser größter Feind aus den eigenen Reihen kommt?


Ich muss oft an eine ganz wundervolle Freundin denken die in meinen Augen eine großartige Mama ist und die ich in meinem Geburtsvorbereitungkurs kennenlernen durfte.

Nachdem wir alle entbunden hatten trafen wir uns das erste Mal mit den kleinen Wundern bei uns zuhause. Acht Mamas und acht Babys!

Natürlich ging es um die Geburten und auch um das stillen.

Oben genannte Freundin hatte einen Kaiserschnitt und gab ihrem Kind die Flasche. Für die anderen sieben Muttis gar kein Problem! So war es! Fertig! Aus!

Wir wussten, dass sie gekämpft hatte wie eine Löwin. Unter Geburt und danach wochenlang um ihren Sohn stillen zu können.

Und wenn ich das nicht wissen würde? Dann dürfte ich mich auch kein Urteil darüber erlauben. Ob ich es gut oder schlecht finde ist unerheblich! Ihr Weg ist für Sie und ihren Sohn der beste!

Es muss nicht mein Weg sein!

Heute weiß ich, dass meine Freundin sich im Vorfeld „erhoffte“, dass noch eine Mutter einen Kaiserschnitt hatte und hoffentlich noch eine die Flasche gibt. Warum?

Sie hatte angst!

Angst Missverstanden zu werden.

Angst wie die anderen reagieren.

Angst als „Versagerin“ dazustehen.


Alleine bei dem Gedanken daran würde ich sie am liebsten sofort in den Arm nehmen, ihr auf die Schulter klopfen und sagen „Du bist eine tolle Mutter. Eine Mutter die Ihr Kind liebt. Das ist das einzige was für mich zählt!“


Von so vielen verlangen wir Achtsamkeit und Solidarität. Wir sind es nicht. Wir Mütter!


Auf dem Spielplatz kotzen Mütter über Mütter ab, beim Pekip, im Drogeriemarkt.....Alle denken es besser zu machen und nehmen sich das Recht raus zu belehren!


Es fängt bei der Geburt an. Da wird über die Kaiserschnitt-Mama abgekotzt was das Zeug hält. Dann über die Mama die eine PDA bekam. Beim stillen geht es weiter und das Thema bleibt lange brandaktuell, denn irgendwann geht es ums Abstillen bzw. Langzeitstillen. Es geht um Gläschen oder selberkochen, es geht um Bei-der-Oma schlafen, workingmum vs. stay-at-home-mum....

Ich könnte diese Liste ewig weiterführen, denn es gibt kein Thema das einem erspart bleibt!


Aber warum? Warum machen das so viele Mütter? Abkotzen über andere?

Weil sie sich selbst nicht sicher sind? Wenn ich mit mir und meinen Entscheidungen im reinen bin interessiert mich doch der andere Weg gar nicht bzw. ich falle nicht so darüber her, oder?

Mit welchem Recht mischen sich andere Mütter ständig in unser Leben und unsere Entscheidungen ein? Ich kann mir doch kein Urteil über jemanden erlauben, den ich nicht kenne, dessen Weg ich nicht gegangen bin!

Vielleicht ist die Mutter die Ihr Kind bei der Oma schlafen lässt einfach nur erschöpft. Vielleicht hat das Kind, dass mit 4 Jahren im Buggy sitzt eine schwere Krankheit hinter sich? Vielleicht hat das Baby das nicht getragen wird eine Mutter mit einem Rückenleiden. Vielleicht hat die Mutter die auf dem Spielplatz die ganze Zeit ins Handy guckt heute ihren Job verloren und muss sich um ihre Existenzsicherung kümmern

Vielleicht ist die Mutter auch einfach nur der Überzeugung, dass sie es so wie sie es macht das beste für ihr Kind und ihr Leben ist.

Der Weg der für mich und meine Kinder der richtige ist, muss es für andere nicht sein!


Was ich damit sagen will ist: Wir kennen doch die Spielplatz-Mutter oftmals gar nicht und wissen gar nicht warum sie so handelt. Wir können doch nur erahnen, mutmaßen.


Ich bin wirklich entsetzt wie viel Unverständnis wir aus den eigenen Reihen bekommen und kann es überhaupt nicht nachvollziehen!

Denn uns Mütter verbindet doch so viel!

Wir sollten zusammenhalten anstatt draufzuhauen. Wir sollten uns respektieren anstatt abzukotzen und vorallem sollten wir als erstes vor unserer eigenen Tür kehren!


Mit meinen Mädels aus dem Geburtsvorbereitungkurs ist in den letzten 3 Jahren Nähe und Verbundenheit gewachsen und tolle Freundschaften sind entstanden. Wahrscheinlich hätten wir uns außerhalb unserer „Mami-Blase“ nie kennengelernt. Aber diese Freuen und Freundschaften zeigen mir das es auch anders geht.

Wir sind 8 unterschiediche Frauen, mit verschiedenen Lebensmodellen, wir respektieren und schätzen uns! Für diese Solidarität und Verbundenheit bin ich meinen Mädels sehr dankbar.

Sie sind für mich etwas ganz besonderes!


Also liebe Mütter, klopft Euch lieber gegenseitig auf die Schulter als übereinander abzukotzen!


Liebe & Glück

Eure Bella




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Kommentare: 13
  • #1

    mamaOTR (Sonntag, 26 Juli 2015 21:33)

    Ein ganz wunderbarer Text, und was für eine furchtbare Person an der Kasse! Ich hatte zwei Kaiserschnitte und konnte beide Male nicht stillen, obwohl ich es mir so wünschte. Ich habe auch doofe Kommentare zu hören gekriegt. In einem Baby-massagekurs zückten alle ihre Brüste, nur ich hatte das Fläschen dabei und wurde mit offenem Mund angestarrt. Das war ätzend, aber ich habe es ignoriert.
    Demnächst gibt es eine Reportage über mich in einer grsosen Schweizer Tageszeitung. Ich berichte über meinen Kaiserschnitt. Bin gespannt, ob ich gelyncht werde.
    SchrdrückDichfest und freu mich auf WUBTTIKA!

  • #2

    FreiRaumKind (Sonntag, 26 Juli 2015 22:04)

    Liebe mamaOTR,
    lieben Dank für deinen Kommentar! Finde ich die Reportage der CH-Tageszeitung auch online? Das interessiert mich doch sehr!
    Ganz Lieben Dank, ich freu mich sehr auf #WUBTTIKA

  • #3

    Anna (Montag, 27 Juli 2015 10:07)

    Liebe Bella,
    Du sprichst mir aus der Seele...heute Mittag erscheint ein Artikel auf meinem Blog, der mich viel Mut gekostet hat. Es geht darum warum ich meine Zwillinge nicht voll stillen kann, warum ich deshalb traurig bin und dass ich nun Angst vor den Reaktionen habe. Der Druck von außen ist einfach riesig...aber wollen wir nicht alle das Beste für unsere Kinder? Sind wir schlechte Mamas, weil wir etwas anders machen als die Nachbarin/Freundin?
    Wir müssen endlich mit diesen Vorwürfen und Lästereien aufhören..!
    Und der Frau an der Kasse hätte ich ordentlich die Meinung gesagt...!
    Liebe Grüße, Anna

  • #4

    FreiRaumKind (Montag, 27 Juli 2015 11:10)

    Liebe Anna,
    ja das stimmt, der Druck von außen ist enorm und es ist absurd, dass wir Mütter uns über so etwas Gedanken machen (müssen). Das frisst so viel Energie. Energie die wir für unsere Kinder brauchen!
    Ich bin mir sicher, Ihr 5 werdet Euren Weg gehen und das auf eine ganz wunderbare Art und Weise!
    Voller Spannung warte ich nun auf deinen Artikel!

    Genieße Dein Wochenbett und kuschel dich fest an deine drei Wunder!
    Alles Liebe!!!

  • #5

    Lareine (Montag, 27 Juli 2015 16:33)

    Hey Anna,

    die Frage nach dem "Warum" kann man wohl ganz gut beantworten (Die tolle Mischung: geringe Anerkennung+typisch weibliches, kleines Selbstbewusstsein+Moral als Macht-Bastion von Frauen=Andere abwerten, um sich aufzuwerten) - aber der Wunsch nach Solidarität ist da!
    Bei so vielen Müttern. Die Idee, ich spräche jemanden an oder rümpfte wegen eines derart intimen Themas wie den Brüsten fremder Frauen die Nase - das kommt mir völlig verrückt vor. Aber vielen anderen Müttern eben nicht.
    Frauen sind so angreifbar, sollen sich dauernd optimieren, besser, fleißiger, dünner ... werden.
    Für Mütter gelten so hohe moralische Ansprüche, die sie alle erfüllen wollen. In unserem Job als Mama heißt es gleich, man sei ein schlechter Mensch, nur weil man mal faul ist, keine Lust auf Gesellschaft hat oder Ähnliches.
    In keinem anderen Job wird der eigene Charakter als schwach eingestuft, nur, weil man bestimmte Aufgaben ungern erledigt - im Job als Mutter schon.

    Die Versuchung ist da, andere abzuwerten: Bei all der Unsicherheit, die moderne Mütter haben (wir sind weg aus dem Mehrgenerationen-Familiengeflecht, müssen viele Erfahrungen neu und alleine machen, es gibt dauernd neue Erziehungskonzepte/Lebensmittelskandale und andere Dinge, die uns verunsichern) wirklich viel um die Ohren und leisten mehr als die Vor-Generation der Mütter. Zudem machen sie dauernd alles falsch - ganz gleich, ob sie stillt oder nicht oder trägt oder schiebt, außer Haus arbeitet oder eine Hausfrau ist= Falsch, falsch, alles falsch. Es gibt immer jemanden, der sich beschwert.

    Das verunsichert noch weiter. Und wenn menschen unter Druck stehen - sei es nur innerhalb ihrer Rolle - dann werden sie schneller aggressiv.

    Ich freue mich, wenn Du einen Freundeskreis hast, in dem so etwas nicht vorkommt. Ich erlebe das auch nicht, aber unter Freundinnen hat man ja auch mehr Verständnis. Fremde sprechen mich zum Beispiel nur an, wenn ich mit allen Kindern unterwegs bin (wir haben vier) und dann höre ich eher so etwas wie "Alle Achtung". Manchmal bekomme ich mit leicht giftigem Unterton: "Tja, das muss man sich auch erst mal leisten können - und dann noch ein teurer Kinderwagen ..." Aber man hört dann ja heraus, warum jemand so reagiert.

    Die Still-Debatte find eich überdies - das mal zum Schluss - ganz furchtbar. Richtig daneben. Ich ertrage sie gar nicht mehr. Obwohl ich längst kein Stillkind mehr habe. Schon das Wort löst eine Art allergische Reaktion bei mir aus ... Es ist das Paradethema, bei dem andere verurteilt und bevormundet werden. Ganz schlimm.

    Liebe Grüße und danke für einen so gut formulierten Artikel ( er passt gut zur "Initiative für gesunden Mutterverstand" auf Eltern.de/da gibt es einen passenden Badge ;-))

    Lareine

  • #6

    Katarina (Montag, 27 Juli 2015 18:12)

    Liebe Bella,

    Genau das frage ich mich auch manchmal. Wobei ich auf das Thema generell nicht so allergisch reagiere wie du. Vielleicht weil ich mit den drei Kindern, so schnell nacheinander und dann auch noch Zwillinge schon (fast) alles gehört habe.

  • #7

    FreiRaumKind (Montag, 27 Juli 2015 22:30)

    Liebe Lareine,

    ich danke Dir von Herzen für deinen Kommentar der in mir ein regelrechtes Gedankenkarussell in Gang brachte und soviel Wahrheit enthält!

    Liebe Katarina,
    auch dir vielen lieben Dank! Hast du also auch solche Erfahrungen gemacht? Erschreckend finde ich das und ja, ich reagiere tatsächlich allergisch auf solche Dinge ;-)

  • #8

    Cestralia (Dienstag, 28 Juli 2015 08:28)

    Liebe Bella,

    ich danke dir für deinen tollen Beitrag auf welchen ich durch Bea (Tollabea) aufmerksam geworden bin. Du hast so Recht mit dem was du sagst. Seit 7 Jahren darf ich mir immer wieder anhören was ich doch für eine Rabenmutter bin. Es gab Leute die gingen soweit, dass Sie beahupteten, dass ich die leiden meines Sohnes erfinde. Es ist ein ständiger und Kampf und ich bin ihn so Leid. Ich habe eigentlich keine Lust ständig zu erklären das mein Sohn eine psychische Beeinträchtigung hat, die oberflächlich wie Autismus aussieht und doch keiner ist. Das er eine Beeinträchtigung hat die keinen Namen hat. Aber sie ist nun mal da und ich weiß nicht, ob sie je weg geht. Wenn mein Kind eine Schreiattacke in der Stadt hat geht das Geläster los. Es ist unerträglich. Und ich bleib dann ruhig und nehme am Ende mein Kind in den Arm. Keiner fragt warum er so reagiert. Es heißt dann nur schlecht erzogen.
    Es gibt sogar Leute die meinen das ich statt Studium doch lieber hartzen soll und maximal ein bisschen putzen. Nein, das ist nicht das was ich mir für uns wünsche. Fertig.
    Mit diesem Hintergrund ist dein Text wahrer Balsam.

    Nun liebe Anna,

    ich habe hier deinen Kommentar gelesen. Hab keine Angst du wirst deine Gründe haben. Ich würde dir nie Vorwürfe machen. Ich musste das Stillen nach 6 Wochen aufgeben. Nicht weil ich nicht wollte. Meine Hebamme und ich haben 6 Wochen erbittert gekämpft, aber meine Brustwarzen waren so entzündet,dass Haut abgefallen ist. Es ist schwierig diese Schmerzen zu beschreiben :( Und es ist schwierig zu beschreiben was es in einem selbst auslöst, wenn man stillen möchte es aber einfach nicht geht. Und dann kommen dann Mütter um die Ecke wie sie Bella erlebt hat. Einfach nur schrecklich. Dies ist genau der Grund, warum ich immer Hinterfrage.

    Fühlt euch mal gedrückt!

    Ganz viel Liebe

    Jenny

  • #9

    Anika (Dienstag, 28 Juli 2015 09:28)

    Liebelein,

    rege dich doch bitte nicht auf. Es hat nichts mit mütterlicher Solidarität zu tun, wenn dir eine andere Frau erzählt was das beste für dein Kind ist. Wahrscheinlich hatte die Dame hinter dir an der Kasse nicht mal selber Kinder, oder aber sie hat vielleicht höchstens 1 Kind und hat alles an Büchern gelesen die es über Schwangerschaft, Babys erste Schritte usw zu lesen gibt.

    Weißt du was unser Hauptproblem ist? Wir machen uns zu viele Gedanken um andere. Warum nimmt es dich so mit was die andere Mutter zu dir gesagt hat? Beeinflusst es jetzt dein Handeln, deine Beziehung zu deinen Kindern? Beeinflusst es jetzt den Blick auf deinen Nachwuchs? Mindert es die Gefühle zu den beiden lieblichen Wesen?! Du musst deine Einstellung ändern. Mir hilft am besten Lächeln und Winken und einmischen tue ich mich auch schon gar nicht mehr, weil ich einfach Wichtigeres im Kopf habe als mich um die Erziehung fremder Kinder zu kümmern. Wenn jemand meinen Rat möchte, erzähle ich gerne, wellches der richtige Weg für mich war und wenn man einen anderen Weg einschlägt finde ich das auch vollkommen in Ordnung.

    Sei lieb gegrüßt und mach dir darüber keine Gedanken. In der Zeit, wo du diesen Text geschrieben hast, hättest du schöne Minuten mit dem Nachwuchs verbringen können (aber nicht müssen ;-) )

    Liebe Grüße Anika

  • #10

    Akki (Dienstag, 28 Juli 2015 12:21)

    Wenn man in der Öffentlichkeit stillt, wird man ebenfalls blöd angemacht. Wie man es auch macht, man macht es offensichtlich falsch.
    Die Frau an der Kasse war höchst unverschämt. So etwas ist Privatsache!!
    LG
    Akki

  • #11

    roboneko (Dienstag, 28 Juli 2015 21:11)

    Hach, ja, genau das denke ich auch. Ich bin in etlichen Foren angemeldet und unsere Familienkonstellation und die Begleitumstände (zwei Frauen, Mitte 20, mitten im Studium, dadurch wenig Geld, stattdessen viel Zeit für die Kinder, geplanter KiTa-Start frühestens, wenn die Kinder 3 sind) löst recht oft etliche "böse" Reaktionen aus - von Unverständnis bis hin zu wirklich gemeinen, absolut hasserfüllten und persönlichen Angriffen (wohlgemerkt, von Fremden!).

    Ich bemühe mich stets, wirklich vorurteilsfrei auf andere Menschen und gerade Mütter zuzugehen. Klar, zu 100% klappt das nicht (man hat eben seine eigenen Vorstellungen), aber mittlerweile bin ich auch der Ansicht: Muss jeder selbst wissen. Und: Ich muss es ja nicht so machen, wie Mutter x oder Vater y es für richtig hält und werde einen Teufel tun, ihnen meine Meinung und Einstellung aufzuzwingen. Leider habe ich das Gefühl, diese Einstellung teilen nicht viele Mütter/Eltern...

    Schade, dass es diese vermeintlichen "Übermütter" gibt, die ihre Entscheidungen für ihre Familien als einzig gangbare Lösung halten und versuchen, jedem - auch ungefragt - genau das aufzudrängen...

    Ich vermute ja, dass oft mangelndes Selbstbewusstsein/schlechtes Gewissen gegenüber der eigenen Kinder hinter solchen "Angriffen" steckt. Und selten wird es sicherlich auch schlicht ein Zeichen eines schlechten Charakters sein :D Ich merke bei mir selbst, je sicherer ich mir mit meiner eigenen Entscheidung bin, desto eher kann ich andere Meinungen zu dem gleichen Thema akzeptieren ;) Mir und meiner Familie nimmt ja keiner was weg, wenn er für seine eigenen Familie eine andere Entscheidung trifft.

    Liebe Grüße,

    roboneko

  • #12

    FreiRaumKind (Dienstag, 28 Juli 2015 21:44)

    Liebe Cestralia,
    ganz lieben Dank für deinen Kommentar. Ich habe auf deinem Blog gelesen und finde, du bist eine sehr, sehr starke Frau und Mutter!!!! Ich werde ganz bestimmt nun öfters bei Dir vorbeischauen!

    Liebe Anika,
    das sehe ich etwas anders. Denn Mutterschaft ist eine "Rolle" in da mein reinwächst, etwas von dem wir nie wussten wie es sich tatsächlich anfühlt etc. In solchen Situationen im Leben ist es durchaus normal wenn man verunsichert ist oder in seinem Handeln noch nicht gefestigt.
    Ich finde es toll, dass du das alles ausschalten kannst. Ich und offensichtlich viele andere Mütter können es (noch) nicht....

    Liebe Akki,
    ja wahrscheinlich ist es so.....Die Leute haben bzw. brauchen immer was zum Reden.

    Liebe roboneko,
    first of all: ein sehr schönes Blog was ihr betreibt!!!! Es ist schrecklich wenn ich lese, dass Euch so viel Unverständnis und Hass begegnen. Man kann nur hoffen, dass in den Köpfen irgendwann mal ein Umdenken stattfindet...
    Euch wünsche ich alles, alles Liebe!!!!

  • #13

    lila (Mittwoch, 02 September 2015 02:03)

    Meine Mama hat 6 Kinder, und sie hat ganz bestimmt nicht alles richtig gemacht, aber zu meiner großen Beruhigung sind wir trotzdem alle groß geworden
    und meine wunderbare, weise Mama sagte zu mir, als ich völlig fertig war wegen Bevormundung, Einmischung und ähnlichen Situationen, sagte sie diesen einen tollen Satz:
    "Nichts erzieht sich so einfach wie die Kinder anderer Menschen".
    Und dann sagte sie noch: Mütter machen Fehler, so wie jeder andere Mensch auch. Aber solange dies ohne Absicht geschieht und das Kind geliebt wird und sich geliebt fühlt, ist alles in allerbester Ordnung."